Dosimetrics Radon Monitoring

Dosimetrics ist eine anerkannte Radon-Messstelle gemäß §155 der Strahlenschutzverordnung. Damit erfüllt sie die strengen Qualitätsanforderungen des Bundesamtes für Strahlenschutzes, beispielsweise durch die Teilnahme an den jährlichen Vergleichsmessungen. Die Anerkennungsurkunde finden Sie hier.

Dosimetrics:
staatlich anerkannte Fachkompetenz in Sachen Radon.

Radonmessungen mit amtlichem Charakter an Arbeitsplätzen in besonderen Gebieten nach §127 des Strahlenschutzgesetzes müssen verpflichtend mit Messgeräten einer anerkannten Messstelle durchgeführt werden. Es wird empfohlen, Radonmessungen auch im privaten Bereich immer mit Messgeräten einer anerkannten Messstelle durchzuführen, damit die Qualität der Messung sichergestellt ist.  Dies kann bei einem Hausverkauf, einer geplanten Vermietung oder nach einer Sanierungsmaßnahme notwendig werden, wenn der sichere Nachweis darüber verlangt wird, dass der Referenzwert von 300 Bq / m3 unterschritten ist.

Wir arbeiten mit dem schwedischen Analyselabor Eurofins Radon Testing AB, das nach ISO 17025 akkreditiert ist, zusammen. Eurofins ist vor allem in skandinavischen Ländern aktiv und verfügt über ein leistungsstarkes Analyselabor, sodass wir in der Lage sind, auch große Mengen an Randoexposimetern zu versenden und auszuwerten. Das alles ohne lange Wartezeiten!

Für die Radonmessung werden Eurofins passive Radonexposimeter verwendet, die nach dem Kernspurprinzip arbeiten.

Dosimetrics hat mit den passiven Radonexposimetern von Eurofins an der jährlichen Radon-Vergleichsmessung 2018 des Bundesamtes für Strahlenschutz teilgenommen.
Die folgende Abbildung zeigt das exzellente Ergebnis:

Was ist Radon?

Radon ist ein radioaktives Edelgas, das in der radioaktiven Zerfallsreihe des Urans gebildet wird und praktisch überall in der Natur vorkommt. Aufgrund seiner Eigenschaft als Edelgas und seiner radioaktiven Halbwertszeit von 3,8 Tagen kann es sich im Boden ausbreiten, in Gebäude eindringen und dort zu erhöhten Konzentrationen in der Raumluft führen. Eine langjährige Exposition durch Radon erhöht das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken.

Die größte und häufigste Quelle für Radon ist der umgebende Bauuntergrund eines Gebäudes. Der Transport von Radon aus dem Erdreich in ein Gebäude wird in den meisten Fällen durch den sogenannten „Kamineffekt“ verursacht. Warme Luft, die im Haus aufsteigt, bewirkt in den unteren Stockwerken und vor allem im Keller einen kaum spürbaren Unterdruck von wenigen Pascal, der eine Sogwirkung auf Radon ausübt, sodass kalte, radonhaltige Bodenluft in das Hausinnere gesaugt wird. Da der Kamineffekt nur in der Heizperiode auftritt, unterliegt die Radonkonzentration starken jahreszeitlichen Schwankungen.

Um einen Überblick darüber zu bekommen, ob ein Radonproblem vorliegt, kann eine Messung mit einer Dauer von mindestens einem Monat in der Heizperiode durchgeführt werden. Diese Überblicksmessung ist jedoch nicht ausreichend, um eine belastbare Aussage darüber zu erhalten, ob der Referenzwert von 300 Bq/m3 im Jahresmittel überschritten ist. Dafür muss die Dauer der Messperiode 12 Monate betragen (siehe das Kapitel gesetzliche Regelungen).

Gesundheitliche Auswirkung

Eine langjährige Exposition durch Radon erhöht das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken.  Dabei ist zu beachten, dass 92% aller Lungenkrebsfälle durch Rauchen verursacht werden und eine erhöhte Radonkonzentration bei einem Raucher eine viel gravierende Wirkung hat als bei einem Nichtraucher.

Das relative Risiko ist unabhängig vom Rauchstatus und eine Radonkonzentration von ca. 800 Bq/m3 verdoppelt bei einer Exposition über einen Zeitraum von mehr als 25 Jahren das Lungenkrebsrisiko. Bei einem Nie-Raucher bedeutet dies 4 zusätzliche Krebsfälle pro Tausend Personen, bei Rauchern (ca. eine Schachtel Zigaretten pro Tag) sind dies 100 zusätzliche Fälle. Die Abbildung unten veranschaulicht die Erhöhung des absoluten Lungenkrebsrisikos in Abhängigkeit von der Radonkonzentration und vom Rauchstatus.

Abhängigkeit des absoluten Lungenkrebsrisikos (Anteil der Personen, die an Lungenkrebs erkranken) von der Radonkonzentration für eine Lebenszeit von 75 Jahren für Raucher und Nichtraucher (Quelle: Darby et al., Radon in homes and risk of lung cancer: collaborative analysis of individual data from 13 European case-control studies, BMJ 2005; 330:223)

Eine Erhöhung des Risikos für andere Tumorarten ist unwahrscheinlich und konnte bisher wissenschaftlich nicht nachgewiesen werden. Akute Beschwerden (Migräne, Bronchitis, Asthma, etc.) können durch Radon nicht verursacht werden.

Radon messen

Ein Radonexposimeter besteht aus einem schwarzen Kunststoffgehäuse,  das einen Kernspurdetektor aus einem speziellen Kunststoff enthält. Bei der Messung ist das Gehäuse geschlossen. Radon kann als Edelgas in das Innere hinein diffundieren und erzeugt dort mit seiner Alphastrahlung  kleine Löcher im Material des Detektors.  Dieser wird nach der Messung im Analyselabor in Natronlauge geätzt, um die Kernspuren der Alphateilchen (Atomkerne von Helium) so zu vergrößern, dass sie mit einem automatisch arbeitenden, optischen Auswerteverfahren gezählt werden können.

Die Anzahl der Spuren ist proportional zur Radonexposition, d.h. die über die Messperiode aufsummierte Radonkonzentration. Aus dieser kann die Radonkonzentration in Becquerel pro Kubikmeter Raumluft (Bq/m3) berechnet werden. Ein Becquerel entspricht einem radioaktiven Zerfall pro Sekunde.

Technische Daten

Durchmesser: 63,5 mm
Höhe: 20 mm
Gewicht: 20 g
Messbereich: 40 bis 30.000 kBq·h / m3

Dies entspricht einer Radonkonzentration von 5 bis 3400 Bq/m3 bei einer Messzeit von 12 Monaten.

Gesetzliche Regelungen

Im Strahlenschutzgesetz, das am 31.12.2018 in Kraft tritt, ist ein Referenzwert von 300 Bq/m3 festgelegt, der sich auf den Jahresmittelwert der Radonkonzentration bezieht.  Im Rahmen eines nationalen Radonmaßnahmenplanes werden in Deutschland durch die Strahlenschutzbehörden der Bundesländer sogenannte Radonvorsorgegebiete ausgewiesen, in denen die Wahrscheinlichkeit erhöht ist, Gebäude zu finden, bei denen der Referenzwert im Jahresmittel überschritten ist. Die Ausweisung dieser Gebiete wird bis Ende 2020 erfolgen.

In den Radonvorsorgegebieten muss in allen Gebäuden, in denen sich Arbeitsplätze im Unter- oder Erdgeschoss befinden, eine Radonbewertung durchgeführt werden. Zur Bewertung müssen Kernspurexposimeter verwendet werden, die von einer durch das Bundesamt für Strahlenschutz anerkannten Messstelle ausgegeben worden sind und die Messdauer muss ein Jahr betragen.

Eine Anleitung, wie die Radonbewertung eines Gebäudes durchgeführt werden soll,  finden Sie hier.

Aufenthaltsräume, zu denen auch private Wohnräume gehören, sind im Strahlenschutzgesetz von der Pflicht zur Messung und zur Sanierung bei Überschreiten des Referenzwertes ausgenommen. Es müssen jedoch  bei der Errichtung eines neuen Gebäudes Maßnahmen getroffen werden, damit der Referenzwert nicht überschritten wird.  Es besteht auch die Möglichkeit, außerhalb des Strahlenschutzgesetzes private, rechtliche Regelungen zu treffen.  Beispielsweise könnte ein Mieter bei Überschreiten des Referenzwertes einen Mangel der Mietsache geltend machen oder der Käufer einer Immobilie könnte im Kaufvertrag einen Nachweis darüber verlangen, dass der Referenzwert unterschritten ist.  Um dies zu überprüfen, wird empfohlen ein Radonexposimeter einer anerkannten Messstelle zu verwenden werden, das für ein Jahr ausgelegt wird.

Mehr Details können Sie auch den Materialien in unserem Downloadbereich entnehmen.

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Produkte
Radonpackerl 59,50€ 2 St. inkl. MWSt. und Versandkosten
Einzeldosimeter 28,30 € nur in Kombination mit einem Radonpackerl

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Mit dem Absenden des Bestellscheins ist Ihre Bestellung verbindlich. Die Preise beinhalten die gesetzliche Mehrwertsteuer und die Auswertung der Radonexposimeter. Die Garantiezeit beträgt 18 Monate. Werden die Radonexposimeter nicht innerhalb dieser Frist zurückgeschickt, verfällt der Anspruch auf Auswertung.