Radon-Zertifikat

Dosimetrics bietet als staatlich anerkannte Radon-Messstelle ein Radon-Zertifikat an. Dieses bescheinigt, dass eine Radonmessung nach den anerkannten Regeln der Messtechnik mit passiven Kernspurexposimetern durchgeführt worden ist und dass die Messwerte den Referenzwert von 300 Bq/m3 (Becquerel pro Kubikmeter) unterschreiten. Der Referenzwert ist im Strahlenschutzgesetz für den Jahresmittelwert der Radon-222-Aktivitätskonzentration festgelegt und gilt für alle Innenräume (Arbeitsplätze und Wohnräume).

Ein Radon-Zertifikat kann nützlich sein bei einer Vermietung oder dem Verkauf eines Hauses. Bei Radon-Sanierungsmaßnahmen kann das Zertifikat den Erfolg der Maßnahmen bestätigen.

Folgende Voraussetzungen müssen für den Erwerb eines Radon-Zertifikates erfüllt sein:

  • Die Messdauer muss 12 Monate betragen (365 ± 35 Tage).
  • Es muss ein Protokoll ausgefüllt werden, auf dem Beginn und Ende der Messung sowie die Messorte eingetragen werden. Das Protokoll muss von einer Person unterschrieben werden, die mit ihrer Unterschrift die Richtigkeit der Angaben bestätigt.
  • Es müssen mindestens 2 Messwerte von regelmäßig genutzten Räumen vorliegen (Büro, Hobbyraum, Schlaf-, Wohn- oder Kinderzimmer).
  • Alle Messwerte in diesen Räumen müssen unter dem Referenzwert liegen (orientierende Messungen in unbewohnten Kellerräumen sind von der Bewertung ausgenommen).

Die oben genannten Voraussetzungen sind in §155 der Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) für Radonmessungen an Arbeitsplätzen festgelegt. Wir legen für unser Radon-Zertifikat dieselben strengen Bedingungen zugrunde, damit es den anerkannten Regeln der Messtechnik entspricht und um Zweifel an der Qualität des Zertifikates zu vermeiden.

Das Radonzertifikat kann erst nach Vorliegen der Messergebnisse bestellt werden. Die Messstelle prüft, ob die oben genannten Voraussetzungen erfüllt sind und unterbreitet Ihnen dann ein Angebot.

Das Radon-Zertifikat hält sich an die anerkannten Regeln der Messtechnik und bietet daher als Nachweis für das Unterschreiten des Referenzwertes eine gewisse Rechtssicherheit.  Wir weisen jedoch darauf hin, dass es einen absolut sicheren Beweis für das Unterschreiten des Referenzwertes aufgrund der grundsätzlichen Natur des Messverfahrens nicht geben kann, weil eine Manipulation der Probennahme nicht völlig ausgeschlossen werden kann. Die Messstelle kann nicht kontrollieren, wo das Exposimeter tatsächlich ausgelegt worden ist und es ob es an diesem Ort während der gesamten Messung gelegen hat.